Tischtennisclub Wehr e.V.

Bereits 1948 mit der Gründung des Südbadischen Tischtennisverbandes gab es erste Bemühungen in Wehr einen Tischtennisverein zu gründen. Mangels geeignetem Trainingslokal erfolgte jedoch wieder Auflösung der Gruppe. Erst fünf Jahre später am 30. Mai 1953 Gründungsversammlung. Erster (kommissarischer) Vorsitzender wurde Addi Schnurr, ein Jahr später übernahm Werner Diewald dieses Amt. Offizielles Trainingslokal war das Gasthaus Ochsen bzw. Sonne.
Erste Saison in der Kreisklasse Rheintal (Der Bezirk Oberrhein bestand damals aus drei Klassen, der Bezirksliga und den Kreisklassen Rheintal und Wiesental). Der Zweite Platz hinter Laufenburg brachte gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga.
1954 gab der Club seine Selbständigkeit auf und schloss sich dem Turnverein an, was den Einzug in die Turnhalle bedeutete, und somit bessere Spielbedingungen brachte. In der Saison 54/55 Gründung einer 2. Mannschaft. Wehr 1 wurde Meister der Bezirksliga und steigt in die Landesliga auf wo er einen Mittelfeldplatz belegte, während Wehr 2 Meister wird und in die Bezirksliga aufsteigt.
Die Saison 59/60 wird zum bis dahin erfolgreichsten Jahr. Nach vierjähriger Landesligazugehörigkeit schaffte die erste Mannschaft den Aufstiegt in die Oberliga (etwa der heutigen Verbandsliga - damals gab es noch keine Spielklassen außerhalb der Verbände, sodass die Oberliga die höchste Spielklasse der einzelnen Verbände bildete). Obwohl nur fünf Punkte eingespielt wurden, konnte der TTC schon damals des Öfteren auf über 100 Zuschauer bauen - für die meisten TT-Vereine noch heute eine utopische Zahl!
1961 wurde zur Rückrunde eine 3. Mannschaft gemeldet, die sämtliche Vorrundenspiele nachholen musste und auf Anhieb Zweiter wurde.
1964 bezog der Tischtennisclub die neue Talturnhalle und löste sich vom Turnverein zu einem selbständigen Verein, deren Vorsitz der bisherige Abteilungsleiter Werner Diewald übernahm. Die Jugendarbeit trägt erste Früchte. Bruno Büche wird Südbadischer Schülermeister, die erste Jugendmannschaft wird Südbadischer Mannschaftsmeister. Dieser Erfolg konnte ein Jahr später nochmals errungen werden.
1965/66 meldet der TTC neun Mannschaften für die Verbandsrunde.
1967 gibt Werner Diewald nach 14 Jahren sein Amt als Vorsitzender an den bisherigen Vize Rolf Huber ab.
1968 holt Helmut Felber zum elften Mal in Folge die Stadtmeisterschaft.
1970 erstmals Abstieg der 1. Mannschaft aus der Landesliga und wechselt in den nächsten 7 Jahren mehrmals zwischen der Bezirks- und Landesliga.
1977 stellt Rolf Huber nach 10-jähriger Amtszeit seinen Posten zur Verfügung den der bisherige Jugendleiter Roland Bächle übernahm.
1981 schafft die 1. Mannschaft erstmals den Aufstieg in die Verbandsliga. Mit nur vier Pluspunkten blieb es jedoch für die Wehrer nur ein einjähriges Gastspiel. Wehrs Jugend wurde Vizemeister bei den Südbadischen Mannschaftsmeisterschaften.
1983 zieht der TTC in die neue Sporthalle Seeboden um und richtet in den nächsten Jahren mehrere Großveranstaltungen wie Bezirksmeisterschaften, Südbadische Endranglisten, sowie bereits viermal die Süddeutsche Rangliste mit Erfolg aus.
1985 schafft der TTC erneut die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga. In den beiden nächsten Jahren konnte der Klassenerhalt jeweils knapp erhalten werden.
1988 erhält der TTC durch Bernhard Bürgin, der mehrere Jahre in der Schweiz erfolgreich wirkte, eine schlagkräftige Verstärkung. Mit ihm kann die “Erste” eine Spitzenposition in der Verbandsliga einnehmen.
1989 wird Roland Bächle nach 12-jähriger Amtszeit durch Klaus Kramer abgelöst. Helmut Kima übernimmt den Posten des Sportwarts. Wehr 1 verfehlt nur knapp hinter Radolfzell die Meisterschaft und den Aufstieg in die Badenliga.
1990/91 erneuter Anlauf auf die Meisterschaft, verstärkt durch den Neuzugang Christian Franosz. Mit nur einer Niederlage wird die Meisterschaft und den Aufstieg in die Badenliga errungen. Wehr 2 wird Meister in der Landesliga und steigt in die Verbandsliga auf. Der Badenliga-Neuling bekommt Verstärkung durch Thorsten Spitznagel und kann einen beachtlichen 4. Platz im ersten Jahr erreichen. Wehr 3 steigt erstmals in die Landesliga auf.
1992/93 stößt Gerd Schönle zum TTC Wehr. Im zweiten Badenligajahr wird mit nur einem Verlustpunkt die Meisterschaft und der Aufstieg in die Oberliga gefeiert.
1993/94 - Für die erste Oberliga-Saison verstärkt sich der TTC durch Bruno Lehmann vom DJK Offenburg. Die Mannschaft kann mit einer starken Rückrunde noch den beachtlichen 6. Platz erringen.
1994/95 - Für Bruno Lehmann, der den Verein wieder Richtung Offenburg verlässt, wird Mirek Pieronczyk aus Polen verpflichtet. Die Mannschaft kann sich diesmal auf den dritten Tabellenplatz verbessern, eine Saison später wird mit der gleichen Aufstellung der vierte Platz erreicht.
1996/97 kommt Nachwuchsspieler Mark Königer für Manfred Grab in die Mannschaft. Es bildet sich ein Dreikampf mit Frickenhausen II und der TG Eggenstein um die Meisterschaft. Erst am letzten Spieltag schafft der TTC den zweiten Platz hinter Frickenhausen und die Berechtigung für das Relegationsspiel gegen die SB Rosenheim. In einem dramatischen Entscheidungskampf gewinnt der TTC in Kirchberg/Jagst gegen die Rosenheimer mit 9:7 und steigt in die Regionalliga auf.
1997/98 - Alexandr Stadnitschenko aus Odessa/Ukraine wird verpflichtet. Mit nur zwei Punkten verabschiedet die Mannschaft sich wieder aus der Regionalliga und kämpft in der Oberliga um den Wiederaufstieg.
1998 - Der TTC hat die Meisterschaft greifbar nahe, doch fünf Punkte Vorsprung vier Spiele vor Saisonende reichen nicht aus. Das Team mit einem zeitweise verschollenen Stadnitschenko und einem verletzten Christan Franosz schafft nur noch einen Punkt und wird Dritter. Auch die Zweite Mannschaft verpasst die Meisterschaft knapp, während die Dritte aus der Landesliga wieder absteigt.
1999 - Umbruch in der Vorstandschaft. Werner Wenk löst Klaus Kramer als Vorsitzender ab, für Sportwart Helmut Kima wird Thomas Kohler gewählt.
Der TTC trennt sich von Alexandr Stadnitschenko und verpflichtet Shidong Li, der zuvor im hessischen Heusenstamm u.a. 2. Bundesliga spielte. Ein Glücksgriff! Ein weiterer Zugang von Jérome Richert aus Mulhouse macht die Mannschaft zum Meisterschaftsaspiranten. Ohne Verlustpunkt wird die Meisterschaft in der Oberliga erkämpft.
Auch die Zweite Mannschaft wird mit Neuzugang Gerhard Salge aus Aachen Meister in der Landesliga und steigt in die Verbandsliga auf. Wehr 4 wird ungeschlagen Meister der Kreisklasse B und steigt in die Kreisklasse A auf.
2000 - Nach über 20-jähriger erfolgreicher Amtszeit legt H.-P. Kima seinen Posten als Jugendleiter in die Hände von Peter Scherzer.
Der TTC Wehr verpflichtet die Kroatischen Zwillinge Neven und Iwan Juzbasic, sowie Manuel Groß aus Ottenau und startet furios mit einem 9:3 Sieg über Neckarsulm und einem 8:8 gegen Meisterschaftsfavorit Fortuna Passau in die Runde